Migrantinnen und Migranten zeigten zwar
kein zivilgesellschaftliches Engagement, bekamen aber volles Mitspracherecht in stadtteilpolitischen Angelegenheiten zugesprochen. Sie zogen es jedoch großteils vor, ihre Belange von solidarischen Deutschen
stellvertretend in den Bezirksausschuss einbringen, um konzentrierter in
Familie und Arbeitpräsenz zu zeigen. Ungeachtet der
stark eingeschränkten politischen Einflussmöglichkeiten des Bezirksausschusses, wirkt diese Ungleichbehandlung im Lokalen umso schwerer ob der verwährten gesamtgesellschaftlichen
Anerkennung. Auch die Gründung des
Ausländerbeirates 1974, der fortan stadtweit für die Belange von Ausländern eintreten sollte, konnte dies nicht ändern.