Es hat sich eine Infrastruktur gebildet, die teils bis heute funktioniert, und auch Neuankömmlingen ermöglicht, relativ unkompliziert in Jobs einzusteigen. Dieses Angebot wurde/ wird vor Allem von Frauen angenommen - oder: „Mit dem Gesetz auf der Seite haben Deutsche die Kneipen gepachtet und Emigranten reingesetzt, die sie dann abkassieren. Laut „Gesetz“ dürfen Ausländer nur Schneidereien betreiben. Diese existieren massenhaft im Viertel – übrigens ein guter Tip“ (Stadtbuch für München, 19776/77, Blatt/Trikont). Heute werden die Chancen informeller nachbarschaftlicher Netzwerke für die Integration von Zuwanderern – früher als „Parallelgesellschaft“ stigmatisiert, wieder erkannt.