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                                  "Ein nettes Viertel"

                                                                                     (UND NIEMAND HAT DIE ABSICHT EINE MAUER ZU ERRICHTEN)
   westend urban_lab 
                                                                                                                                                                   b-l b-r  

  WUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUL   

        X            1960   1970             

                    1980                  1990     

               2000         

   2010                                2040                                                      

    X             

 

 

Von alten Gewissheiten und neuen Dilemmata   

Die politische und stadtplanerische Hoffnung, dass eine sozialräumliche Mischung der Bevölkerung zugleich eine sozialverträgliche Mischung ergebe, gründet sich im Wesentlichen auf Konzepten aus den Sozialwissenschaften. Wilhelm Heitmeyer, der maßgebliche Begründer des Konzeptes der „Parallelgesellschaft“, sah in der räumlichen Verteilung von Zuwanderern einen Ausweis ihrer sozialen Integration. Er warnte eindringlich davor, ein willkürliches Zusammenfinden bestimmter „Ethnien“ und anderer marginalisierter Gruppen in einzelnen Stadtvierteln zuzulassen. Seiner Meinung nach führe dies unweigerlich dazu, dass die betreffenden Bevölkerungsgruppen in den jeweiligen Räumen nach ihren eigenen Regeln leben würden, sich gegenüber der Mehrheitsgesellschaft abgrenzten und sich so immer weiter von dieser entfernen würden. Die Grundannahme über den Zusammenhang von gelungener Integration und räumlicher Verteilung wird innerhalb der Wissenschaft jedoch längst nicht mehr vorbehaltlos geteilt.